Knifflig: Angeborene Stoffwechselerkrankungen

Stoffwechselstörungen kommen bei Hunden und Katzen häufig vor, zeigen sich oft durch Mangelerscheinungen, neurologische Probleme oder gesteigerten Appetit. Über die bekanntesten Beispiele, Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen, berichten wir an anderer Stelle. Hier sprechen wir von spezielleren Formen, den angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Sie sind selten und werden deswegen häufig übersehen. Ursache sind meist angeborene Enzymdefekte mit der Folge, dass Stoffwechsel-Endprodukte nicht ausgewogen vorliegen. Einfache Screening-Tests wie die Bestimmung von Aminosäuren, organischen Säuren oder komplexen Kohlenhydraten (z.B. Mukopolysaccharide) liefern wegweisende Informationen, spezielle Untersuchungen ermöglichen die endgültige Diagnose. Als Experten auf dem Gebiet der Stoffwechselerkrankungen stehen wir Ihnen mit Beratung und Diagnostik zur Seite. Neben der Auswahl hier, finden Sie alle Untersuchungen in unserem Analysenverzeichnis.

 

 

 

 

 

 

 

Wann Aminosäuren testen?

Auch bei Hunden und Katzen gibt es sogenannte essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren, die unverzichtbar für den Eiweiß-Stoffwechsel sind. Über einen Bluttest bestimmen wir die Taurinkonzentration bei Hunden oder Katzen, denn ein Taurinmangel führt zu Herzproblemen. Besteht ein Verdacht auf Cystinurie oder renales Fanconi-Syndrom, messen wir die Aminosäurenspiegel im Urin.

Ihre Fragen zu diesen oder weiteren Testmöglichkeiten sowie Befundinterpretationen beantworten wir gerne.

Zum Test

 

 

Wann organische Säuren testen?

Die Bestimmung der organischen Säuren im Urin gehört zur Basisanalytik beim Verdacht auf bestimmte angeborene Stoffwechselerkrankung. Einige Enzymdefekte führen zur Ansammlung von organischen Säuren und ihrer vermehrten Ausscheidung im Urin. Einen Verdacht auf Cobalamin-Malabsorption  oder auf neurodegenerative Störungen überprüfen wir mit Urintests. 

Zum Test

 

 
 

 

Speicherkrankheiten

Werden Stoffwechselprodukte nicht oder nur unvollständig abgebaut und in Zellen und Organen gespeichert, kann das zu neurologischen Störungen führen, zum Beispiel Spastik oder Krampfanfällen. Ob eine genetische Speicherkrankheit die Symptome auslöst, finden wir durch die Messung bestimmter Zuckerarten im Urin heraus.

Zum Test